e5 - Gemeinde Koblach

Wenn man die Verantwortung als e5 Gemeinde ernst nimmt und sich in der Energiepolitik (z.B. Reduzierung von Treibstoffverbrauch) und im Klimaschutz einsetzen will, kann es einem nicht gleichgültig sein, wenn durch eine jahrelange Großbaustelle Mensch, Tier und Umwelt großen Belastungen ausgesetzt sind und Energie und Ökologie vernichtet werden.

 

Die Wahl des Standortes Ehbachbrücke zum Bau des für Meiningen wichtigen Ehbach- verschlusses führt zu einer starken Reduktion der Bauzeit, der Baukosten und

der Umweltbelastung.

 

Angesichts der aktuellen Klimaentwicklung (Hitze-Trockenheit-Wassermangel-Dürre) wäre es geradezu fahrlässig, wenn sich Koblach als e5 Gemeinde nicht für den Verschluss bei der Ehbachbrücke entscheidet.

In der Schweizerischen Bauingenieur-Zeitung TEC21 44/2016 ist folgendes zu lesen:

Ökologie am Rhein

Im ganzen Projektbereich sind die notwendigen Breiten vorhanden, um ökologische Maßnahmen, welche den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, zwischen den bestehenden Hochwasserdämmen zu verwirklichen.

Zur Verbesserung der ökologischen Situation am Rhein stellen wir uns den Bau von Aufweitungen (wie eine in Chur – Felsberg besteht) beidseits des Rheines vor.

Dieses Bild wurde uns freundlicherweise von der Stadt Chur zur Verfügung gestellt.

Die Aufweitung ist ca. 500m lang und 50 m breit.

Weitere Infos auf der Homepage des Kanton Graubünden:

Der Koblacher Trittstein und die neue Ökologie

Der mit viel Baggerarbeit zu schaffende Trittstein in Koblach kann sich (wenn überhaupt) nur sehr langsam und nur auf Kosten der Hochwassersicherheit für Koblach entwickeln.

Auflandungen bis 3,5 m sind eingeplant (Beweis kann erbracht werden).

Der erwartete Bewuchs im Gebiet des Trittstein (Hart- und Weichholz Aue) lassen die in der Hochwasserbroschüre des Landes beschriebene Gefahr vor Verklausungen in einem neuen Licht erscheinen.

 

Zur Erinnerung für alle, die es wissen wollen!

Holz im Rhein und am Rhein sind früher als Hauptursache der zu recht gefürchteten Verklausungen erkannt worden.

So wurde nach dem Hochwasser 1954 der Bewuchs im Rheinvorland

schlagartig und gründlich entfernt.

 

 

Was bringt uns dieser Koblacher Trittstein mit Dammabrückung?

Verlust von sehr viel bestehender Ökologie

Verlust/Teilverlust eines beliebten Naherholungsgebietes

Keine Verbeserung der Hochwassersicherheit

mit einem neuen Rheindamm

Für eine Dammabrückung

müssten folgende Baumaßnahmen getätigt und dabei sehr viel Ökologie in einem bestehnden und beliebten Erholungsgebiet vernichtet werden:

Ehbach + Damm

Blaue Frutz-Brücke



  • Der 1300 m lange Ehbachdamm, der 2015/2106 bzw. 2018 mit einer Dichtwand bzw. Interventionspiste verstärkt wurde, müsste abgebrochen werden.
  • Der Windschutzgürtel mit ca. 1300m Länge am Ehbach wird gerodet - damit wird auch ein Stück Lebensgrundlage für die Vogelwelt zunichte gemacht. Ob die besonderen Vogelarten wie z.B. Flussuferläufer, Schwarzkehlchen, Fitislaubsänger und Goldammer nach der jahrelangen Baustelle auch noch im Ehbach-, Frutz- und Rheingebiet anzutreffen sind, ist zu bezweifeln.
  • 2200 m vom Ehbach (von der Mündung bis über die ARA Feldkirch) wird zugeschüttet.
  • Ein ca. 900 m langes neues Ehbachgerinne muß hergestellt werden.
  • Dafür müssen mind. 7 ha. Wald gerodet werden.
  • Die Frutzsohle muss im unteren Bereich auf die Höhe der Rheinsohle abgesenkt werden.
  • Die beiden Wasserfälle "Plättele Wasserfall" und Wasserfall "Blaue Brücke" wird es nicht mehr geben.
  • Am südlichen Frutzdamm muss für den neuen Ehbach ein Durchlass mit Verschluss gebaut werden.
  • Durch den Abbau der "Blauen Brücke" muss eine neue Frutzbrücke (für Einsatzfahrzeuge befahrbar) gebaut werden.
  • Der über 2000 m lange bestehende Rheindamm (2006 mit Dichtwand verstärkt) muss abgebrochen werden.
  • Ca. 2500 m neuer Rheindamm mit Dichtwand müssen gebaut werden.
  • Das Naherholungsgebiet mit den Bademöglichkeiten beim Plättele- und "Blaue Brücke" Wasserfall, dem beliebten Rundwanderweg und dem besonders von Familien gut angenommenen Spiel- und Rastplatz wird beinahe ganz verschwinden.
  • Das im Vorarlberger Biotopinventar 2014 ausgewiesene Biotop am Rhein- und Ehbachdamm in Koblach verschwindet.
  • Wird der Ehbach zugeschüttet und der Ehbachdamm abgetragen, müssen die dann entstehenden großen Höhendifferenzen zwischen dem neuen Rheindamm und den Aukanal-Gemeindeteilen ausgeglichen werden. Wegen dieser Höhendifferenz wird bei Starkregen mehr Oberflächenwasser (von zusätzlich 12 ha Fläche) in den Aukanal eingeleitet. Dies könnte auch einen zusätzlichen Anstieg des Grundwassers in den angrenzenden Parzellen verursachen.

Diese Baumaßnahmen führen zu einer großen Landschaftsveränderung.

 

Man fragt auch zu Recht:

Wo ist der sparsame Umgang mit den Ressourcen?

 

 

Diese Maßnahmen führen zu einer großen Landschaftsveränderung (Abschätzung der Kubatur bei einem Abtrag von 1m = ca. 3.000.000 m³) - Klimaschutz - Co² Ausstoß - WIEVIEL?

 

Download
Bildpräsentation Biotop-Flora - Fauna.pd
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Unsere Vorschläge zum Rhesi Projekt in Koblach:

Bau des "Hochwasserverschluss Ehbach mit Pumpwerk"

beim Standort Ehbachbrücke.

Dadurch ist das Problem des "Ehbach - Rückstau" bei Rheinhochwasser ohne langwierige Vorbereitung und Bauzeit sofort lösbar und für Meiningen nicht mehr relevant.

- keine Dammabrückung

- keine Überflutung der landwirtschaftlichen Flächen

- kein Verlust bestehender Landwirtschaftsflächen

- keine jahrelangen Ernte-Ausfälle

Verbesserung der ökologischen Situation am Rhein

Naturnahe Aufweitung der Ehbachmündung.

 

 

 

So könnte  es in Zukunft an ausgewählten Stellen und bei der Frutzmündung auch ohne Dammabrückung aussehen.